Die Sorben waren es, die wahrscheinlich im 8. Jahrhundert diese Lage am Fluss, der später Weiße Elster heißen sollte, ideal zum Siedeln fanden.
Beim Eisenbahnbau 1873 wurde ein Gräberfeld mit slawischen Skeletten und Grabbeigaben freigelegt. Die Kopie eines bronzenen Schläfenringes kann man im Vogtlandmuseum Plauen finden.
Erstmals von sich reden machte Straßberg 1194. Die Vögte Ekkehard und Heinrich von Straßberg bezeugten eine Schenkungsurkunde durch Otto von Lobdaburg. Ihre Burg stand auf dem Gelände der heutigen Kirche und des alten Friedhofes. Vermutet wird die Errichtung im Zuge der Ostexpansion um 1100. Die Burgherren kamen vermutlich aus Franken denn ihr Erbbegräbnis lag in Waldsassen.
Straßberg galt etwas in dieser Zeit. Die Vögte führten ein eigenes Wappen und Siegel. Sicherlich besaßen sie auch das Recht Münzen zu prägen.
Nach einem Familienstreit orientierte sich ein Straßberger Richtung Oelsnitz, und die Burg Voigtsberg erschien auf der geschichtlichen Bühne. Ein anderer Spross fand den Felssporn „Landeck“ bei Pirk wehrhaft oder idyllisch für eine Burganlage.
Mangels (geeigneter) Erben verfiel die Straßberger Burg zur Ruine. Manche vermuten aber auch, dass die Plauener durch Zerstörung nachhalfen. 1276 ist der Vogt von Plauen bereits im Besitz des Gebietes um Straßberg. Am Bauernaufstand von 1525 nahmen 2200 Bauern teil, 32 auch aus Straßberg. Sie versammelten sich in der Possig und stellten den Feudalherren Forderungen nach Senkung von Fron und Steuern. Hereingefallen auf falsche Versprechungen wurden die Aufständigen blutig niedergeschlagen. Ein in der Plauener Johanniskirche tagendes Gericht verurteilte die Straßberger zu 114 Gulden. Man bedenke, eine Kuh kostete damals 2 bis 3 Gulden.
Bergbau wird für Straßberg seit 1535 nachgewiesen. Abgebaut wurde Eisen- und Kupfererz. Schlackefunde zeugen auch von Verhüttung der Erze an der Weißen Elster. Am Zottner wurde nach dem I. Weltkrieg in der Wirtschaftskrise der Brauneisenerzabbau nochmals kurzzeitig aufgenommen.
1550 ging Neundorf und ein Teil von Straßberg als Schenkung an den Landrentmeister Reibold, der den Rest von Straßberg noch ankaufte. Ein Reibold ließ auch 1576 die Kirche errichten als eine der ersten evangelischen Kirchenbauten in Sachsen. Einen eigenen Pfarrer gab es nicht. Landdiakone betreuten die Gemeinde. Georg Samuel Dörffel, bekannt durch seine astronomischen Forschungen, übte dieses Amt 1671- 1685 aus.
Da Straßberg an einer strategisch wichtigen Höhenstraße- dem Butterweg- lag, wurde es bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen heimgesucht. Aus einem Kirchenbucheintrag geht hervor, dass General Holk mit seinen Horden dem Dorf großen Schaden zufügte und auch die Pest einschleppte.
Im Krieg zwischen Schweden und Sachsen 1706 und auch bei den napoleonischen Feldzügen 1806-15 gab es Truppendurchzüge mit Plünderungen und Misshandlungen. 1813 war längere Zeit eine russische Truppe stationiert.
1647 entstand die erste Schule- ebenfalls für  Kinder aus Kobitzschwalde und Unterneundorf. Nach 1990 wurden die Klassenräume zu Wohnungen umgebaut. 1873 begann der Bau der oberen Bahn und die „Fünfbrücken“ wurde errichtet. Diese Brücke über den Rosenbach wurde 2008 durch eine Einbogenkonstruktion  ersetzt. Die untere Bahn wurde 1875 in Betrieb genommen. Einen eigenen „Bahnhof“ hat der Ort aber erst 2006.
Bis etwa 1900 war Straßberg ein Bauerndorf mit 25 größeren und kleineren Hofstellen, dem Rittergut, der Mühle und einer Schmiede. Durch den industriellen Aufschwung in Plauen erfolgte reger Hausbau. Einwohner „gingen auf Arbeit“ in die Stadt überwiegend in Spitzenstickereien. Das Zellwollgelände, ebenfalls Straßberger Gemarkung, wurde 1935 an die Stadt abgegeben.
Nach der Wende wurden in Straßberg Eigenheimgebiete erschlossen und viele junge Familien entschlossen sich, auf dem Land in Stadtnähe zu wohnen. Seit der Eingemeindung 1999 ist Straßberg Ortsteil von Plauen.

                                 Text & Fotos: Bettina Dög